Altja GmbH
                                      

Begrifflichkeit in der Lehrkultur

Die Begriffe Schulung, Seminar und Training werden häufig synonym verwendet. Wir tun dies allerdings nicht. 

Schulung

Eine Schulung ist die eher starre und standardisierte Vermittlung von auf Themen bezogene Inhalte. Sie erfolgt sehr häufig im Modus des sogenannten Frontalunterrichts. Diese Form der Wissensvermittlung eignet sich z.B. für große Hörerschaften an der Universität oder ist für den EDV-Bereich dienlich. Interaktion zwischen Teilnehmer*innen einer Schulung und dem Schulungsleiter findet zumeist in Form von Frage und Antwort statt. Der Schulungsleiter hat relativ zu den anderen Lehrformen gesehen hierbei den geringsten Aufwand an Vorbereitung, sowie an Durchführung.


Seminar / Intensiv-Seminar

Das Seminar begreifen wir als eher kurze Einheit zur Wissensvermittlung mit einem vorhandenen aber im Verhältnis zum Training noch geringeren Anteil an Teilnehmeraktivität. Die Inhalte sind auf das vorgegebene Thema bezogen standardisiert und die Aktivität der Teilnehmer*innen ist deutlich höher als bei der Schulung. Vermittelte Kenntnisse und Fähigkeiten werden von den Teilnehmern*innen zum Teil auch praktisch geübt. Eine im Vergleich zur Schulung stark vergrößerte Interaktion zwischen Seminarleiter*in und Teilnehmer*innen ist notwendig und wünschenswert, da zwar die Seminarinhalte einem pädagogischen roten Faden folgen, es aber viel Spielraum für eine Teilnehmer*innen orientierte Vermittlung gibt als bei der Schulung. Der tatsächlich stattfindende Wissenstransfer spielt eine große Rolle und wird  über praktische Einbindung von Teilnehmer*innen in Rollenspiele oder Übungen hergestellt und gefestigt.

Seminare können sich an eine bestimmte Zielgruppe richten (z.B. als Inhouse-Seminare in Unternehmen oder Einrichtungen) oder aber als offene Seminare für jede*n zugänglich sein. Unsere Seminare legen wir zumeist als Ein- oder Zweitages- oder Wochenendseminare an.

Unsere Intensiv-Seminare dauern fünf bis sieben Tage, der Anteil an praktischer Wissensvermittlung in Form von Einzel- oder Gruppenarbeit ist groß. Der Aufwand für Vorbereitung und die Durchführung von Seminaren ist um einiges höher als der für Schulungen, da durch die praktischen Anteile viel Variabilität entsteht. Anpassungen des Seminarkonzepts und ggf. andere Nachbereitungsarbeiten zum Kurs sind notwendig.

Für uns existiert dennoch eine weitere Abgrenzung zwischen einem Intensiv-Seminar und einem Training oder Workshop.


Training

Für uns hat der Begriff Training einen spezifischen und zeitlich gesehen langfristig angelegen Charakter. Im Vordergrund steht hier der Wissenstransfer von theoretischem Wissen in den Alltag, die Festigung und Integration von neu erlernten Handlungsweisen und Elementen.

Zwar gibt es Anteile von standardisierten Trainingsinhalten, allerdings überwiegt bei weitem die Variabilität in der Durchführung, da sich die Trainings sehr stark an den Wünschen und den Bedürfnissen der Teilnehmer*innen orientieren und bei Bedarf auch in anderen päda-gogischen Bahnen durchgeführt werden können, als ursprünglich geplant. Der aktive Part des Trainers im Vorfeld des Trainings steigt durch Bedarfserfassung und Trainingsanpassung deutlich. Bei der Durchführung eines Trainings liegt das Hauptaugenmerk auf der individuellen Erarbeitung bzw. Vermittlung von Inhalten. 

Für die über sechs Monate angelegten rescure ® - Trainings wurde ein komplexes Konzept bzgl. Integration von Methoden entwickelt, die die Teilnehmer*innen in ihren jeweiligen Veränderungsprozessen unterstützen. Der Schwerpunkt der Trainerarbeit liegt in der Bedarfserfassung im ersten Trainingsblock und der daraus resultierenden Umsetzung des Konzeptes. Die Aktivität und Interaktion der Teilnehmer*innen unter- und miteinander einerseits, als auch mit dem Trainer* ist hier am intensivsten. Der Trainier hat hierbei auch einen hohen Nachbereitungs-aufwand, da er sein* Vermittlungskonzept für die weiteren Blocks entsprechend der Gruppenstruktur ggf. anpassen muss.


Workshop

Nicht Wissensvermittlung und das Erlernen oder Üben von Fähig- und Fertigkeiten sind der Hauptbestandteil eines Workshops. Hierbei geht es vor allem um die Schaffung von Neuem, der Möglichkeit alternative Herangehensweisen  und Lösungen für gestellte Herausforderungen zu finden, Impulse für die weitere Entwicklung zu erhalten, Ergebnisse in Gemeinschaft zu generieren und um konstruktiven Erfahrungsaustausch. Der Workshop ist ergebnisoffen.

Die Aktivität und Interaktion der Teilnehmer miteinander und mit der Workshopleiter*in ist der bestimmende Bestandteil des Workshops. Der Trainer ist Moderator, der lenkt, leitet, bestenfalls Impulse gibt. Je nach Aufgabenstellung kann das Teilnehmerfeld sehr heterogen sein.

Dennoch erfordert auch der Workshop einigen Aufwand an Vor- und ggf. Nachbereitung, um einen gelungene Ergebnisse zu erhalten.


Exkursionen

Im Hinblick auf Exkursionen ist der größte Freiheitsgrad bei der Vermittlung von Wissen gegeben. Ein starres Konzept und eine standardisierte Wissensvermittlung besteht hierbei nicht, da jede Exkursionssituation sich naturgemäss von der anderen unterscheiden wird und der Exkurssionsleiter* hierauf reagieren und Bezug nehmen muss. Dennoch besteht auch hierbei ein oft nicht unerheblicher Vorbereitungsaufwand.